Donnerstag, 19. Oktober 2006

Endstation Venedig

Screenshot: Das Erste

Donna Leon – Endstation Venedig

Sergeant Foster, Gesundheitsinspektor im amerikanischen Hauptquartier des NATO-Kommandos in Vicenza, wird erstochen aus einem venezianischen Kanal gefischt. In seinen Taschen findet die Polizei ein Päckchen Kokain. Alles deutet auf einen Raubmord hin, doch Commissario Brunetti ist misstrauisch. Fosters Vorgesetzte Dr. Terry Peters weiß offenbar mehr, als sie sagt. Doch bevor sie sich Brunetti anvertrauen kann, wird auch sie ermordet.

Vor ihrem Tod konnte sie allerdings Unterlagen an Brunetti schicken, die auf einen Giftmüllskandal hindeuten. Brunetti will dem Fall nachgehen, muss sich jedoch einmal mehr den Launen seines Vorgesetzten Patta beugen, der sich bei dem einflussreichen Geschäftsmann Signore Viscardis einschmeicheln will. Aus Viscardis Palazzo wurden einige wertvolle Gemälde gestohlen, weshalb Patta natürlich gleich seinen besten Mann für diesen Routinefall abkommandiert. Brunetti ist kurz davor zu explodieren, als er bemerkt, dass mit dem ehrenwerten Viscardis etwas nicht stimmt. Hat Viscardis womöglich den Gemäldediebstahl inszeniert, um Brunetti von wichtigeren Dingen abzulenken?

Ausgerechnet von seinem Schwiegervater Conte Falier, ein Mann aus dem alten venezianischen Adel, der auch mit Viscardis Geschäfte macht, erhält der Commissario brisante Informationen: Viscardis ist der Kopf der Giftmüll-Mafia, deren Verbindungen bis in die Regierung reichen. Es wäre ratsam, wenn Brunetti in diesem Fall nicht weiter ermitteln würde ...

Screenshot: Das Erste

Spielfilm Deutschland 2006
Musik: Stefan Schulzki
Musik: André Rieu
Kamera: Dragan Rogulj
Buch: Holger Joos
Regie: Sigi Rothemund

Darsteller: Uwe Kockisch (Commissario Guido Brunetti), Julia Jäger (Paola Brunetti, Guidos Frau), Michael Degen (Vice-Questore Patta), Karl Fischer (Sergente Vianello), Annett Renneberg (Signorina Elettra), Esther Schweins (Captain Peters), Heiner Lauterbach (Signore Viscardis), Katharina Schubert (Maggiore Ambrogiani), Christel Peters (Signora Brunetti), Monica Bleibtreu (Signora Ruffolo), Andreas Guenther (Pantano), Patrick Diemling (Raffi Brunetti, Guidos Sohn), Laura-Charlotte Syniawa (Chiara Brunetti, Guidos Tochter), Dietmar Mössmer (Alvise), Ueli Jäggi (Dr. Aurino), Peter Fitz (Conte Falier)

Deutsche Erstausstrahlung: Do 19.10.2006 Das Erste 
(Text: ARD)

Donnerstag, 10. November 2005

Verschwiegene Kanäle

Screenshot: ARD


Donna Leon - Verschwiegene Kanäle

Die angesehenen Familien Venedigs schicken ihre Söhne auf die Militärakademie San Martino. Der überraschende Selbstmord eines Kadetten dieser Eliteschule soll nach dem Willen von Vice-Questore Patta, der selbst militärische Ambitionen hat, rasch zu den Akten gelegt werden. Doch Commissario Brunetti glaubt nicht an Selbstmord.

Zu merkwürdig verhalten sich die streng gedrillten Mitschüler, die aus Angst vor dem zwielichtigen Comandante Toscano alle etwas zu verschweigen scheinen. Auch der Vater des toten Jungen, der kritische Ex-Politiker Fernando Moro, ist trotz seines Kummers zu keiner Kooperation mit der Polizei bereit. Licht in den Fall kommt erst durch Brunettis Sohn Raffi, der die Ermittlungen seines Vater eigentlich nur als Praktikant begleitet. Doch Raffi spricht die Sprache der gleichaltrigen Kadetten und findet heraus, dass sie vor ihrem sadistischen Mitschüler Enzo Filippi zittern. Dank Signorina Elettras speziellen Verbindungen weiß Brunetti bald, dass Enzos Vater Marcello Filippi an Rüstungsaufträgen verdiente, die ihm Toscano – damals noch Staatssekretär – zuschusterte.

Als Parlamentarier sollte Fernando Moro den Skandal seinerzeit aufdecken. Aber nachdem seine Frau Isabella nur mit knapper Not einen Mordanschlag überlebt hatte, stellte Moro verängstigt die Ermittlungen gegen Filippi ein. Filippis Sohn setzt die Fehde seines Vaters fort.

Spielfilm Deutschland 2005 
Musik: Stefan Schulzki und André Rieu
Kamera: Dragan Rogulj
Produktion: ARD (Objectiv Film GmbH i.A. ARD Degeto für Das Erste)
Regie: Sigi Rothemund
Darsteller: Uwe Kockisch (Commissario Guido Brunetti), Julia Jäger (Paola Brunetti, Guidos Frau), Patrick Diemling (Raffi Brunetti, Guidos Sohn), Laura-Charlotte Syniawa (Chiara Brunetti, Guidos Tochter), Michael Degen (Vice-Questore Patta), Karl Fischer (Sergente Vianello), Annett Renneberg (Signorina Elettra), Udo Schenk (Colonello Toscano), Robert Gwisdek (Kadett Belcredi), Antonio Wannek (Kadett Enzo Filippi), Walter Kreye (Fernando Moro), Adrian Topol (Kadett Caprese), Dietmar Mössmer (Alvise), Ueli Jäggi (Dr. Aurino), Tatjana Blacher (Isabella Moro), Alexander Held (Marcello Filippi)

Deutsche Erstausstrahlung: Do 10.11.2005 Das Erste
(Text: ARD)

Donnerstag, 13. Oktober 2005

Beweise, dass es böse ist

Screenshot: ARD

Donna Leon – Beweise, dass es böse ist

Commissario Brunetti kommt frisch aus dem Urlaub zurück, als Sergente Vianello ihm besorgt mitteilt, Vice-Questore Patta habe allein einen Mordfall "aufgeklärt": Die Witwe Battestini sei von ihrer rumänischen Putzfrau Florinda erschlagen worden. Beim Versuch der Festnahme, versuchte die mutmaßliche Täterin – die nichts aus der Wohnung gestohlen hat – zu flüchten und verunglückte dabei tödlich.

Für Patta ist der Fall abgeschlossen, doch Brunetti ist keine fünf Minuten im Büro, als eine Nachbarin der toten Witwe erscheint und der verdächtigen Putzfrau ein glaubhaftes Alibi verschafft. Mit Rücksicht auf Pattas Eitelkeit rollt Brunetti den Fall heimlich auf und findet heraus, dass die Battestini ein wahrer Drachen war, der mit allen Nachbarn im Clinch lag.

Außerdem hat sie bei mehreren Banken beträchtliche Konten, auf die aber immer nur kleine Summen eingezahlt wurden. Erbberechtigt ist ihre Nichte Graziella Simionato, die jedoch leer ausgeht: Roberta Marieschi, die gewiefte Anwältin der Witwe, hat das Geld unauffällig zur Seite geschafft.

Ein veritables Mordmotiv erkennt Brunetti jedoch nirgends. Auch Gabriel, der Sohn der rumänischen Putzfrau, der die Wahrheit über den Tod seiner Mutter herausfinden will, bringt Brunetti nicht weiter. Als Brunetti sich noch einmal genauer in der Wohnung der toten Witwe umsieht, findet er in einem Geheimversteck ein Dokument, mit dem Signora Battestini den Chef der Schulbehörde, Mauro Trotti, seit Jahren erpresste: Der ehrenwerte Dottore hat nämlich seinen Doktortitel gefälscht.

Spielfilm Deutschland 2005
Musik: Stefan Schulzki und André Rieu
Kamera :Dragan Rogulj, 
Produktion :ARD (teamWorx Television & Film GmbH i.A. ARD Degeto für Das Erste)
Regie: Sigi Rothemund

Darsteller: Uwe Kockisch (Commissario Guido Brunetti), Julia Jäger (Paola Brunetti, Guidos Frau), Laura-Charlotte Syniawa (Chiara Brunetti, Guidos Tochter), Patrick Diemling (Raffi Brunetti, Guidos Sohn), Karl Fischer (Sergente Vianello), Annett Renneberg (Signorina Elettra), Michael Degen (Vice-Questore Patta), Dietmar Mössmer (Alvise), Iris de Marchi (Signora Battestini), Helmut Berger (Mauro Trotti), Christoph Bach (Gabriel Niculescu), Valerie Niehaus (Signora Gismondi), Simone Thomalla (Roberta Marieschi), Roberta Morassi (Florinda Ghioghiu), Julia Richter (Graziella Simionato), Ueli Jäggi (Dr. Aurino)

Deutsche Erstausstrahlung: Do 13.10.2005 Das Erst
(Text: ARD)

Donnerstag, 11. November 2004

Acqua Alta

Screenshot: ARD

Donna Leon - Acqua Alta

In Venedig steigt das Hochwasser, es ist kalt, und in Brunettis Büro streikt die Heizung, als der Commissario erfährt, dass die amerikanische Altertumsforscherin Brett Lynch zusammengeschlagen wurde.

Die Polizei geht von einem versuchtem Raubüberfall aus. Doch Brunetti, der die Archäologin seit langem kennt, erfährt von ihrer besorgten Freundin Flavia Petrelli, dass Brett daran gehindert werden sollte, den Museumsdirektor Semenzato zu treffen. Brett hatte einen triftigen Grund, ihn zu sprechen: Die Ausstellung chinesischer Vasen, die sie für Semenzatos Museum organisierte, ist nicht vollständig wieder in Peking eingetroffen – zwei kostbare Stücke wurden durch Fälschungen ersetzt.

Von dem befreundeten Kunstkenner Gabriele Cassato erfährt Brunetti, dass Semenzato als stiller Teilhaber des Antiquitätenhändlers Franco Murino nebenher auf dem Kunstmarkt absahnt. Viel kann Brunetti aus den beiden nicht heraus bekommen, denn Semenzato und Murino werden kurz nacheinander ermordet.

Brunetti steht vor einem Rätsel – doch als Signorina Elettra auf dem Überwachungsvideo des Museums den zwielichtigen Salvatore La Capra identifiziert, wird der Commissario hellhörig: Salvatore ist der Sohn von La Capra, sen., einem "ehrenwerten" Mann mit besten Beziehungen.

Als Brunetti von seinem Vorgesetzten Patta erfährt, dass La Capra sen. auch leidenschaftlicher Kunstsammler ist, schließen sich die Kreise.

Spielfilm Deutschland 2004

Musik: Robert Schulte Hemming, Jens Langbein und André Rieu
Kamera: Dragan Rogulj
Produktion: ARD (Objectiv Film / TPI i. A. der ARD Degeto für Das Erste)
Titelmelodie: André Rieu
Produzent: Katharina M. Trebitsch
Regie: Sigi Rothemund
Darsteller: Uwe Kockisch (Commissario Guido Brunetti), Julia Jäger (Paola Brunetti, Guidos Frau), Laura-Charlotte Syniawa (Chiara Brunetti, Guidos Tochter), Patrick Diemling (Raffi Brunetti, Guidos Sohn), Rolf Hoppe (Gabriele Lele Cassato), Michael Degen (Vice-Questore Patta), Karl Fischer (Sergente Vianello), Annett Renneberg (Signorina Elettra), Hanns Zischler (Signor Murino), Leslie Malton (Flavia Petrelli), Gesine Cukrowski (Brett Lynch), Gottfried John (La Capra sen.), Ueli Jäggi (Dr. Aurino), Edgar M. Böhlke (Direktor Semenzato), Oliver Broumis (Salvatore La Capra jun.), Jule Gartzke (Signora Scattalone)
Deutsche Erstausstrahlung: Do 11.11.2004 Das Erste
(Text: ARD)

Donnerstag, 28. Oktober 2004

Sanft entschlafen

Screenshot: ARD

Donna Leon - Sanft entschlafen

Die Nonne Maria Testa nimmt überraschend Kontakt mit Commissario Brunetti auf: Maria, die der Ermittler als Betreuerin seiner im Heim lebenden Mutter kennt, findet es merkwürdig, dass im Altenpflegeheim St. Leonardo fünf kerngesunde Patienten eines plötzlichen Todes starben. Die Nonne vermutet, dass die Alten wegen ihres Erbes getötet wurden.

Obwohl Brunetti skeptisch ist, stattet er der Oberin einen Routinebesuch ab, kann aber keine Hinweise auf ein Verbrechen finden. Als Maria von einem Bus angefahren wird und schwer verletzt ins Koma fällt, glaubt der Commissario nicht an ein Unglück. Vorsichtshalber quartiert er seine Mutter bei sich zu Hause ein und nimmt die Ermittlungen auf. Signor da Pré, der Bruder einer jener "sanft entschlafenen" Alten, ficht das Testament seiner Schwester an, die ihr Vermögen dem Orden vermachen will: Die Nonne Maria hatte also recht mit ihrer Vermutung.

Dank Signorina Elettras Beziehungen findet Brunetti heraus, dass Pater Pio, der Beichtvater des Altenheims, zur religiösen Geheimorganisation "Opera Pia" gehört und außerdem ein Schweizer Bankkonto führt. Aber der Pater scheint unangreifbar, denn nach einem verärgerten Anruf des Bischofs verbietet Patta dem Commissario weitere Ermittlungen. Einzig der Besuch des Schweizer Kollegen Brauchli hält Patta zunächst bei Laune. Und erst als sich herausstellt, dass Signorina Lerini, eine religiöse Fanatikerin, für Pater Pio die schmutzige Arbeit erledigt, zieht sich für Brunetti das Netz um den scheinheiligen Pater zu ...

Spielfilm Deutschland 2004
Musik: Stefan Schulzki und André Rieu
Kamera: Dragan Rogulj
Produktion: ARD (Objectiv Film / TPI i. A. der ARD Degeto für Das Erste)
Titelmelodi: André Rieu
Regie: Sigi Rothemund
Darsteller: Uwe Kockisch (Commissario Guido Brunetti), Julia Jäger (Paola Brunetti, Guidos Frau), Laura-Charlotte Syniawa (Chiara Brunetti, Guidos Tochter), Patrick Diemling (Raffi Brunetti, Guidos Sohn), Michael Degen (Vice-Questore Patta), Karl Fischer (Sergente Vianello), Annett Renneberg (Signorina Elettra), Suzanne von Borsody (Oberin), Franziska Petri (Signorina Lerini), Lambert Hamel (Urs Brauchli), Christel Peters (Signora Brunetti), Thomas Sarbacher (Pater Pio), Kathrin Kühnel (Maria Testa), Dietmar Mössmer (Alvise), Ueli Jäggi (Dr. Aurino), Tilo Prückner (Signor da Prè)
Deutsche Erstausstrahlung: Do 28.10.2004 Das Erste
(Text: ARD)

Freitag, 31. Oktober 2003

Feine Freunde

Screenshot: ARD
Donna Leon - Feine Freunde
Wird Commissario Brunetti obdachlos? Fast sieht es danach aus, denn Signor Rossi, ein beflissener Beamter vom städtischen Katasteramt, eröffnet dem Commissario, für seine Eigentumswohnung läge keine Baugenehmigung vor. Nach den strengen Vorschriften der Lagunenstadt bedeutet dies eine hohe Geldstrafe oder gar den Abriss.
Dem Venezianer Brunetti, eigentlich ein unbestechlicher Anhänger des Rechtsstaates, dämmert sofort, dass diese Art Problem sich nur mit Hilfe "feiner Freunde" lösen lässt. Als Rossi jedoch kurze Zeit später tödlich verunglückt, erwacht Brunettis kriminalistischer Spürsinn. Seine Ermittlungen kommen aber nicht recht voran - der Commissario muss seinem Vorgesetzten Patta in einer heiklen Sache aus der Patsche helfen. Um Pattas Sohn Roberto, der mit einer Tüte voll Drogen verhaftet wurde, aus der Presse herauszuhalten, muss der Polizist alte Kontakte zu dem Mafioso Luca reaktivieren.
Im Fall Rossi bestätigt sich indessen einmal mehr Brunettis Riecher. Sein Tod war kein Unfall – Rossi ist seinem Vorgesetzten dal Carlo auf die Schliche gekommen. Wie bei Brunettis eigener Wohnung auch manipuliert der Ingenieur anscheinend Bauunterlagen – und treibt die Besitzer dann durch angedrohte Geldstrafen in die Arme von Zinswucherern, mit denen er insgeheim kooperiert. Da als Sicherheit nur Immobilien akzeptiert werden, gelangen die Geldverleiher in den Besitz zahlreicher Wohnungen in bester Lage. Ein typisch "italienisches" Geschäft, von dem nicht zuletzt dal Carlo ordentlich profitiert. Bis seine Geliebte Signora Baresi ihn aus Eifersucht zur Rechenschaft zieht.

Spielfilm Deutschland 2003
Musik: Robert Schulte Hemming, Jens Langbein und André Rieu
Kamera: Dragan Rogulj
Produktion:ARD (TPI Trebitsch Produktion International i.A. von ARD/DEGETO für Das Erste)
Produzentin: Katharina M. Trebitsch
Titelmelodie :André Rieu 

Darsteller: Uwe Kockisch (Commissario Guido Brunetti), Monica Bleibtreu (Signora Volpato), Julia Jäger (Paola Brunetti, Guidos Frau), Patrick Diemling (Raffi Brunetti, Guidos Sohn), Laura-Charlotte Syniawa (Chiara Brunetti, die Tochter), Michael Degen (Vice-Questore Patta), Karl Fischer (Sergente Vianello), Annett Renneberg (Signorina Elettra), Ueli Jäggi (Dr. Aurino), Daniel Friedrich (Signor Dal Carlo), Thomas Thieme (Luca Budoni), Nils Nelleßen (Roberto Patta), Andrea Eckert (Signora Baresi), Heinrich Schmieder (Signor Rossi)

Deutsche Erstausstrahlung: Fr 31.10.2003 Das Erste
(Text: ARD)

Donnerstag, 23. Oktober 2003

Venezianisches Finale

 Bild: ARD Degeto/VISUM / M.Kerstgens

 

Donna Leon - Venezianisches Finale

Im Opernhaus von Venedig herrscht große Aufregung. Der berühmte Dirigent Helmut Wellauer liegt tot in seiner Garderobe. Ein mehr als auffälliger Geruch nach Bittermandel deutet auf Zyankali. Commissario Brunetti verhört die üblichen Verdächtigen und ist einigermaßen überrascht: Fast alle Kollegen hatten ein Mordmotiv, denn der Maestro war ein höchst unangenehmer Zeitgenosse.
Als biederer Moralapostel erpresste er die Verdi-Sängerin Flavia Petrelli: Wellauer wollte ihre lesbische Beziehung zu der Archäologin Brett Lynch publik machen. Brunettis Frau Paola und auch sein Vorgesetzter Patta sehen dagegen in Wellauers attraktiver Gattin Elisabeth die Hauptverdächtige - sie ist 40 Jahre jünger als ihr wohlhabender Mann. Dass der Altersunterschied in diesem Fall tatsächlich eine Rolle spielt, findet Brunetti erst auf Umwegen heraus: Die alte Sängerin Clemenza Santini, eine gebrochene Frau, deren Karriere Wellauer einst ruinierte, berichtet dem Commissario von der pädophilen Neigung des hehren Musikgenies.
Brunettis Ermittlungen ergeben nun, dass der betagte Maestro sogar seine zwölfjährige Stieftochter Alex missbrauchte. Doch seine Frau Elisabeth beschloss sich zu rächen: Zielsicher nahm sie ihm das wichtigste in seinem Leben - die Musik. Als Ärztin verabreichte sie ihm ein eigentlich harmloses Antibiotikum, das bei wenigen älteren Menschen - so auch bei Wellauer zu Taubheit führen kann. Als der Dirigent dahinter kam, verübte er Selbstmord, um den Verdacht auf seine Frau zu lenken. Brunetti steht vor einem moralischen Problem.

Spielfilm Deutschland 2003
Musik: Robert Schulte Hemming, Jens Langbein und André Rieu
Kamera: Dragan Rogulj
Produktion: ARD (TPI Trebitsch Produktion International i.A. von ARD/DEGETO für Das Erste)
Produzentin: Katharina M. Trebitsch
Titelmelodie :André Rieu
Regie: Sigi Rothemund
Darsteller: Uwe Kockisch (Commissario Guido Brunetti), Julia Jäger (Paola Brunetti, Guidos Frau), Michael Degen (Vice-Questore Patta), Rudolf Wessely (Helmut Wellauer), Susanna Simon (Elisabeth Wellauer), Leslie Malton (Flavia Petrelli), Gesine Cukrowski (Brett Lynch), Laura-Charlotte Syniawa (Chiara Brunetti, Guidos Tochter), Gisela Trowe (Clemenza Santini), Patrick Diemling (Raffi Brunetti, Guidos Sohn), Karl Fischer (Sergente Vianello), Annett Renneberg (Signorina Elettra), Dietmar Mössmer (Alvise), Peter Fitz (Conte O. Falier), Ueli Jäggi (Dr. Aurino), Gustav Peter Wöhler (Demetriano Padovani)

Deutsche Erstausstrahlung: Do 23.10.2003 Das Erste 
(Text: ARD)